Die Generalversammlung der Allianz Sicherheit Schweiz wählte am 12. Mai 2026 im Berner Casino die Nachfolge von Ständerätin Brigitte Häberli-Koller. Die Mitte-Politikerin hat nach langjähriger Tätigkeit ihren Rücktritt aus dem Vorstand bekannt gegeben. Ihre Nachfolge tritt ihre Parteikollegin Marianne Binder an. Sie ist, wie auch Häberli, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates. Den Abschluss der Versammlung bildete ein Podiumsgespräch mit Helene Budliger Artieda. Die Staatssekretärin für Wirtschaft sprach in deutlichen Worten, was ein NEIN zum Kriegsmaterialgesetz im Herbst für die Schweiz für Folgen hätte.
Die 5. Generalversammlung der Allianz Sicherheit Schweiz stand im Zeichen der Kampagnen für das Zivildienstgesetz und das Kriegsmaterialgesetz. In einer eindrücklichen Rede eröffnete Präsident Reto Nause die Versammlung. Seine Auslegeordnung zeigte deutlich auf, wie volatil die geopolitische Lage zurzeit ist.
Auf Häberli folgt Binder
Neben den statuarischen Traktanden wählte die Versammlung die Nachfolge von Ständerätin Brigitte Häberli-Koller. Die Mitte-Politikerin engagierte sich bereits im Vorstand der Vorgängerorganisation «Verein für eine sichere Schweiz» und hatte den Vorstandssitz seit der Gründung der Allianz Sicherheit Schweiz inne. Ihr Einsatz für die Sicherheit unseres Landes in der Allianz Sicherheit Schweiz wurde mit würdigenden Worten des Präsidenten verdankt.
Als ihre Nachfolgerin wählte die Versammlung einstimmig Mitte-Ständerätin Marianne Binder. Wie auch Häberli ist sie Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerates.
Hoher Besuch mit klaren Worten
Den Abschluss bildete ein Podiumsgespräch mit Helene Budliger Artieda, Staatssekretärin für Wirtschaft. Die SECO-Chefin zeigte im Gespräch mit Matthias Zoller in deutlichen Worten auf, dass die aktuelle geopolitische Lage für die Schweiz nicht nur Herausforderungen, sondern durchaus auch Chancen bietet. Auf die Frage wie ein Land in geopolitisch schwierigen Zeiten besteht, fasste sie die Opportunitäten der Schweiz treffend zusammen: «Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ein Land ist geopolitisch wichtig – oder es ist unverzichtbar. Für die Schweiz liegt darin eine grosse Chance. Dafür müssen wir zusammenstehen, die Ärmel hochkrempeln und unsere Hausaufgaben im Inland konsequent angehen.» Auf die aktuelle Debatte zur Revision des Kriegsmaterialgesetzes angesprochen, erläuterte Budliger Artieda: «Schweizer Unternehmen müssen weiterhin an der internationalen Wertschöpfung teilhaben können. Andernfalls riskieren wir, industrielle Substanz und damit zehntausende Arbeitsplätze zu verlieren. Eine Deindustrialisierung der Schweiz wäre aus wirtschaftlicher Sicht der falsche Weg.»

